EuroIA – Reflektionen

Jetzt bin ich schon wieder eine ganze Zeitlang aus Kopenhagen zurück und sofort hat einen der Alltag wieder. Dennoch möchte ich jetzt meine ganzen Eindrücke von der EuroIA sortieren.

Alles in allem – super war’s! Kopenhagen ist eine prima Stadt, auch wenn ich nicht wie geplant bei Bekannten unterkommen konnte und daher mit einem Hotel Vorlieb nehmen musste. Die IA Community ist sehr sympatisch, man kommt schnell ins Gespräch und ich bin sehr froh, dass nach den Vorträgen alle nicht schnell im Hotelzimmer verschwinden, sondern um’s Klavier stehen und singen (Leider habe ich anscheinend die größte Gesangssession verpasst und die entsprechenden Tweets dazu am Frankfurter Flughafen am Gepäckband gelesen).

Und inhaltlich?

Bemerkenswert war, dass ein großer Teil der Diskussion um die Definition der eigenen Arbeit ging. Ist man jetzt Information Architect oder UX Designer oder xyz? Ich habe das Gefühl, dass sich die meisten eher als UX Designer sehen, also eher als Berater mit einem breiter gefächerten Wissen und Portfolio. Der reine IA mit Expertenkompetenz in diesem Bereich war eher weniger zu beobachten. Für mich als Konzeptentwicklerin deckt “Informationsarchitektur” auch nur einen Bereich neben Interaktionsdesign, Text, Beratung etc. ab. User Experience spannt hier ganz schön den Bogen.

Ein weitere Punkt, der mir aufgefallen ist – die Diskussion um Deliverables. Chris Pierson und Jacco Nieuwland von User Intelligence aus Amsterdam stellten ihre Interactive Documentation vor, ein wie ich finde toller Ansatz der Dokumentation der Konzeption. Letztes Jahr bei der EuroIA in Amsterdam war die Dokumentation von dynamischen Seitenelementen ein großes Thema. Dieses Jahr konnte man dann Stimmen hören, die sagen “wir dokumentieren gar nicht mehr – ich mache das agile direkt mit den Entwicklern”.

Grundsätzlich fand ich es klasse, dass es im Gegensatz zur deutschsprachigen IA Konferenz wieder verstärkt um Meta-Themen und Big Ideas ging als um konkrete Projekte, Tools und Methoden – auch wenn mir ein wirkliches Highlight gefehlt hat. Alles in allem aber eine lohenswerte, inspirierende und durchweg gelungene Konferenz.

Meine Highlights aus dem Vorträgen waren:

Die Keynote zu Designing Obame von Scott Thomas (SimpleScott)

The Future of Wayfinding von Cennydd Bowles

Die Closing Keynote von Marianne Sweeney

From Enterprise IA to Enterprise UX von Jason Hobbs

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