Gesture Cube – Interaktion durch Gestik

Vor ein paar Tagen bin ich auf den Gesture Cube aufmerksam geworden, eine Konzeptstudie zur Interaktion durch Gesten. Der Gesture Cube ist dabei ein portabler Würfel, über den ich verschiedene Informationen, sowohl lokal gespeichert, als auch über das Internet abrufen kann.

Sehr praktisch fand ich das erste Beispiel in der Küche, z.B. zum Nachschlagen von Rezepten. Wenn ich beim Kochen gerade schmutzige Hände habe, dann ist es schwierig mal eben das Rezept auf dem iPhone nachzuschlagen. Grundsätzlich finde ich den Cube sehr interessant, aber ich bin noch nicht ganz überzeugt. Das Würfelformat ist auf den ersten Blick sehr spannend, aber ich könnte mir vorstellen, dass es im tatsächlichen Gebrauch eher unpraktisch ist. Ich betrachte ja immer nur den Content auf einer Seite des Würfels. Was passiert dann auf den anderen Seiten? Es fühlt sich fast ein bisschen nach Platzverschwendung an.

Die Gesten waren für mich vielleicht nicht immer sofort klar, aber durchaus nachvollziehbar. Ich wehre mich häufig gegen den Begriff “intuitiv”, denn nur die wenigsten Interaktionen sind es tatsächlich. Der Begriff intuitiv im Interaktionsdesign bezieht sich für mich vor allem auf Interaktionspatterns, die ich einmal lerne und danach nicht mehr vergesse. z.B. das Zoomen mit zwei Fingern auf dem iPhone. Von alleine würde sich die Funktion nicht erschließen, hat man es aber einmal gesehen, dann wird es sofort verstanden und danach nicht mehr vergessen. Genauso ist es beim Gesture Cube auch – die Gesten erschließen sich nicht von alleine, sind aber gut erlernbar.

Abgesehen von dem Küchenbeispiel habe ich aber im Laufe des Videos kein Beispiel gesehen, wo die Interaktion durch Gesten einen Vorteil gegenüber beispielsweise einer Touchbedienung bringen würde. Vielleicht weil die Gesten sehr stark an den tatsächlichen Würfel gebunden sind. Beispielsweise bei Microsofts Projekt Natal fühlt es sich etwas natürlicher an, da der Nutzer quasi “frei im Raum” interagiert und nicht in unmittelbarer Nähe zu einem Gerät.

Trotz der offenen Fragen bin ich mal gespannt, ob und wie der Gesture Cube eiterentwickelt wird und welche Produkte daraus entstehen könnten.

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