Make peace

Als ich zum ersten Mal von Peace One Day gehört habe, wusste ich nicht recht, was ich davon halten sollte. Weltfrieden für einen Tag? Ist das realistisch oder nur eine Spinnerei? Ist es einfach nur eine symbolische Pseudoveranstaltung bei der sich alle an den Händen halten, aber die Menschen, die wirklich in Unfrieden leben müssen, werden nicht erreicht? Zumindest hat es mich zum Nachdenken gebracht, was Frieden eigentlich bedeutet. Ist die Abwesenheit von bewaffneten Konflikten gleich Frieden? Was kann ich in meiner eigenen Umwelt tun, um Frieden herbeizuführen?

Einige Skepsis an der Aktion hat dann der Ted Talk des “Peace One Day” Initiators Jeremy Gilley beseitigt, der ohne Zweifel mitreißend ist:

Mich hat vor allem eine Sache zum Nachdenken gebracht: Durch das Internet haben wir die Möglichkeit mit mehr Menschen zu kommunizieren als früher, wir können über die ganze Welt hinweg zusammenarbeiten und gemeinsam Projekte auf die Beine stellen. Welche digitalen Möglichkeiten gibt es also, Aktionen zu unterstützen, die Frieden schaffen? Weltfriede mag wohl eine Utopie bleiben, aber es zählen auch kleine Schritte und die folgenden drei Apps machen diese in unterschiedlichen Bereichen:

Menschenrechte

Die AiCandle App von Amnesty International bringt Informationen zu Menschenrechtsverletzungen auf das Mobiltelefon und ermöglicht es jedem, aktiv zu werden, indem man mobil mit einem Klick Petitionen mitzeichnen kann und die Fälle mit seinem Netzwerk über Facebook publiziert.

Obdachlose in unserer Gesellschaft

Eine andere spannende Idee ist iHobo – leider nur über den UK App Store erhältlich. Diese App wurde entwickelt, um mehr Bewusstsein für die Probleme von Obdachlosen zu schaffen. Ein obdachloser Jugendlicher zieht für drei Tage auf dem Mobiltelefon ein und nach dem Vorbild des Tamagotchis muss der Nutzer sich um ihn kümmern. Der Hintergedanke dabei – sobald man sich intensiver mit den Bedürfnissen der virtuellen Obdachlosen auseinandergesetzt hat und über die Probleme gelernt hat, ist man bereiter, sich auch in der realen Welt um Obdachlose zu kümmern. Hinter der App steht die Organisation Depaul UK.

Microvolunteering
Sparked ist eine Plattform, auf der man “microvolunteeren” kann – sprich – mit ein wenig Zeit, seine Fähigkeiten einem guten Zweck zur Verfügung stellen kann. Non-profit Organisationen stellen “Challenges” auf der Plattform ein und die Mitglieder können sich daran beteiligen, indem sie Fragen beantworten und ihre Fähigkeiten (z.B. Übersetzung) oder ihr soziales Netzwerk nutzen.

Bei der Anmeldung auf Sparked kann der Nutzer angeben, für welche Themen er sich engagieren möchte und welche Fähigkeiten er dafür einsetzen kann:

Hier spricht der Gründer Ben Rigby über die Idee von Sparked:

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