Meine ganz persönlichen Top 5 Social Media Dienste

Nicht nur aufgrund meines Berufs bin ich begeistert von Social Media. Neben dem großen Mehrwert den die vielen Blogs, user-generated Content, Bewertungen, Kommentare etc. mit sich bringen und die Veränderungen die langsam auch gesellschaftliche spürbar werden, gibt es ganz konkret einige Dienste die ich unschlagbar gut finde. Ich wollte nicht schreiben “ohne die ich nicht leben könnte”, denn – auch als Internet Junkie – das könnte ich, aber ohne die mein digitales Leben viel langweiliger und weniger wertvoll wäre.

Hier kommen also die Top 5:

Platz 5: Youtube

Mein ehemaliger Kollege Johannes sagte einmal den famosen Satz: “mit Youtube habe ich Krawatte-binden gelernt”. Und ich habe mit der Hilfe von Youtube-Videos, die ersten Griffe auf der Gitarre gelernt und kann jetzt “Wild Thing” spielen – nun ja, wenigstens theoretisch. Aber auch für Conga-Improvisationen verwende ich Youtube als Inspiration, ich habe dort die Kurzfilme meines ehemaligen Englisch-Lehrers gesehen, ich kann mich mit Videos auf meinen nächsten Urlaub einstimmen oder wenn ich wissen möchte, wie es z.B. in Ulan Bator aussieht, dann werde ich dort bestimmt auch fündig.

Platz 4: Last.fm

Das Thema Musik bietet sich unglaublich gut für den Austausch verschiedener Personen untereinander an. Was hören Leute, die die gleiche Musik wie ich gut finden, sonst noch? Wie viele Bands habe ich durch Last.fm entdeckt? Auch die Kombination mit dem Konzert-Eventkalender ist hervorragend und so ergibt sich meiner Meinung nach auch eine wertvolle Verbindung zum Real Life. Musik online hören ist prima, aber so ein Live-Erlebnis ist nicht zu ersetzen.

Platz 3: Delicious

Ursprünglich habe ich delicious weniger “social” benutzt, denn zunächst war der persönliche Nutzen größer, meine Bookmarks online zu speichern und von überall darauf zugreifen zu können. Schnell wurde delicious aber für mich zu einer prima Suchmaschine, über die ich zu bestimmten Themen schneller, relevantere Ergebnisse finde, als über Google.

Platz 2: Twitter

Twitter hat unter Neulingen noch den größten “und was soll das bringen?”-Effekt und es erschließt sich auch erst aus dem Gebrauch. Mit Twitter kann ich an der Unterhaltung über #xxxx, also über jegliches Thema teilnehmen. Hier geht es weniger um den Austausch mit Personen, die ich kenne, aber mit Menschen, die sich für die gleichen Themen wie ich interessiere. Und darüber hinaus checke ich auch regelmäßig, was andere über meine Kunden sagen – denn hier steckt auch noch großes Potenzial für Marken, die so in Dialog mit ihren Kunden treten möchten.

Platz 1: Facebook

Facebook hat es meiner Meinung nach geschafft, sich wieder neu zu erfinden. Vor einem Jahr ist Facebook nach anfänglicher Euphorie für mich wieder eingeschlafen – überladen mit Apps, ein einziger Spielhaufen, bunt und wenig attraktiv. Mit der Konzentration auf den Mini-Feed, hat es für mich Online-Kommunikation definitiv weiterentwickelt. Nicht nur die Nachrichten, die meine Freunde mir direkt schreiben, sind für mich relevant, sondern auch Nachrichten, die meine Freunde sich untereinander schreiben und die auch bei mir in meinem Feed auftauchen. Wenn meine Freunde an Events teilnehmen, kann das für mich eine wichtige Information sein, ebenso wenn meine Freunde Bilder hochladen. Diese konsequente Integration von verschiedenen Nachrichtenströmen in ein einziges Tool macht Facebook für mich zu meinem persönlichen Gewinner.

Fazit

Social Media ist eigentlich der wahre USP des Internets. Das Internet ist die größte Informations- und Wissensbibliothek, aber wenn es lediglich dabei geblieben wäre, dann würde ich nicht täglich so viele Stunden online verbringen. Menschen sind einfach am meisten an anderen Menschen interessiert. Und plötzlich haben einige kleine technische Veränderungen es ermöglicht, dass viele Menschen gleichzeitig erreicht werden konnten. Darüber hinaus hat sich nicht nur ein Rückkanal entwickelt, sondern es wurde auch ermöglicht, dass sich die Nutzer untereinander austauschen können. Dies wurde übrigens in Clay Shirkys Ted-Talk “How social media can make history” hervorragend formuliert.

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